SPA Wurzelschutz-Systeme
Beim Schweißen eines Rohres unter Schutzgas wird die Nahtoberseite durch das aus dem Brenner austretende Schutzgas ausreichend geschützt. Oxidationen des Werkstoffes auf der Nahtoberfläche werden dadurch verhindert.
Das Problem: Kein Schutzgas an der Nahtwurzel im Inneren des Rohres
Hier hat der Luftsauerstoff ungehindert Zugang im Bereich der Nahtwurzel und es kommt zu starken Verzunderungen. Derart oxidierte Oberflächen sind nicht mehr korrosionsbeständig. Bei korrosionsbeständigen Werkstoffen, wie z.B. austenitischen CrNi- oder CrNiMo-Stählen führt Luftzutritt neben Verzunderungen auch zu porösen und rissigen Wurzelnähten. Auch hier ist die Korrosionsbeständigkeit nicht mehr gegeben.
Beim Verschweißen von Titan oder Tantal muss noch vorsichtiger gearbeitet werden. Diese gasempfindlichen Werkstoffe nehmen bereits bei 300 °C merklich Sauerstoff und Stickstoff aus der Luft auf und verspröden sehr stark. Hier muss deswegen sowohl die Nahtunter- als auch die Nahtoberseite bis zum Abkühlen auf 200°C mit Gas "gespült", also formiert werden.
Vorsicht ist auch beim mechanischen Entfernen der Oxidschicht z.B. durch Schleifen geboten: Dies kann u.a. die Passivschicht zerstören und somit auch die Korrosionsbeständigkeit der Oberfläche verringern.
Welche Formiergase für welche Werkstoffe?
| Schutzgasarten |
Werkstoffe |
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Argon
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Alle Metalle, auch gasempfinliche, austentische CrNi- und CrNiMo-Stähle, austentische-ferritische Stähle (Duplex), gasempfindliche Werkstoffe wie Titan, Zirkonium, Molybdän wasserstoffempfindliche Werkstoffe wie Kupfer Kupferlegierungen, Aluminium, Aluminiumlegierungen, Feinkornbaustähle sowie NE-Metalle und ferritsche Stähle.
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| Stickstoff |
Authentische CrNi-Stähle |
| Argon-Stickstoff-Gemische* |
Duplex- und Superduplex-Stähle |
| Stickstoff-Wasserstoffgemische* |
Baustähle mit Ausnahme hochfester Feinkornbaustähle Austentische CrNi- und CrNiMo-Stähle. |
| Argon-Wasserstoffgemische* |
Austenitische CrNi-und CrNiMo-Stähle Nickel und Nickel-BAsis-Werkstoffe |
Die Lösung: SPA Wurzelschutz-Systeme

SPA Wurzelschutz-Systeme bestehen aus einzelnen Bauelementen, aus denen mit wenigen Handgriffen Formiergaskammern für die verschiedensten Anwendungsfälle und Rohrdurchmesser gebaut werden können. Die Komponenten werden aus Materialien höchster Qualität gefertigt, die Dichtungen widerstehen Temperaturen bis zu 350 °C.

Kontaktieren Sie uns – gerne informieren wir Sie ausführlich über die Vorteile der SPA Wurzelschutz-Systeme.
Dicht- und Stützscheiben
Die Dicht- und Stützscheiben werden auf die Wurzelschutzelemente aufgeschoben und mit der Feststellmutter verspannt. Je Wurzelschutzelement sind mindestens 1 Dicht- und 2 Stützscheiben erforderlich.
Die Wurzelschutzelemente sind so konstruiert, dass zusätzlich noch Dicht- und Stützscheiben angebracht werden können. Dies erhöht die Standfestigkeit im Rohr und die Dichtwirkung. Wir empfehlen diese Maßnahme bei größeren Rohrdurchmessern.
Hinweis: Der Durchmesser der Dichtscheiben sollte ca. 10 mm größer als der zu formierende Rohrinnendurchmesser gewählt werden. Die Stützscheiben dagegen sollen 20 mm kleiner als der zu formierende Rohrinnendurchmesser sein. Die Dichtscheiben sind bis +250° C einsetzbar. Andere Abmessungen sind auf Wunsch lieferbar.
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